Archiv für das Tag 'Spielfreude'

13-14 Uhr Openup Camp 2014 Nürnberg Leitung Christine Neidhardt und Martin Heider

Teilnehmer der Session

Es gibt diese Momente, in denen man spürt, jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Eine große Menge stand an, um Session Vorschläge für das erste Openup Camp 2014 in Nürnberg zu machen. Das Wort Culture Hacking war bei der „3-Wort-Vorstellungsrunde“ zweimal als Stichwort gefallen. Es war Zeit für Culture Hacking hier in der Region. Wir waren überwältigt, mehr als 20 Teilnehmer strömten in den Raum. Ahnungslos Neugierige und ahnende Enthusiasten. Die wenigsten kannten den Begriff Culture Hacking oder Cultural Hacking. Auch wir beide, die die Session leiteten, sind erst dabei uns diesem Begriff zu nähern und genau das macht es ja interessant.  Es gab keinen Experten. Wir „hacken“ uns eben selbst in das Thema, mit der Ahnung, dass das sehr gut zu uns und unserer Arbeit passen könnte.

Wissenswertes und Annäherungen an eine Erläuterung – Was ist Culture Hacking?
Seit 2009 bieten die Kunst Universitäten in Zürich und Köln Vorlesungen zum Thema Cultural Hacking an, dann umbenannt in Urban Interventions. “Cultural Hacking ist eine dem Computer-Hack entlehnte Idee der Umkodierung und Verfremdung bestehender kultureller Codes. Über Manipulation und Zweckentfremdung von Alltagsgegenständen, -regeln und -routinen im außermusealen, öffentlichen Raum wird die Strategie verfolgt, Tabuisiertes hervorzuheben, resp. neue Lesarten des Gewohnten zu schaffen. Cultural Hacking als Kunst verläuft dabei entlang den Linien des Subtil-Politischen.” (Adrian Heuberger).  Thor van Horn aus Fürth, hackt Unternehmen mit Kunst. Ich hatte mich also in der Vorstellungsrunde verhört, er hatte gesagt, cultural hacking. Auch wir leben ja in Fürth, Zufall?

Lars Zimmermann hat die dezentrale Openit Konferenz im September in Berlin initiiert – City Hacking. Durch Openit ist der Stadtraum für einige Tage in eine lebendige und begehbare Utopie einer offenen, ökologischen und ökonomisch nachhaltigen Zukunft verwandelt worden. Da schlägt mein Veranstalterherz höher.

Der Begriff „Hacking“ entstand bereits in den  60/70er Jahren am MIT, als man damals die Software von Druckern hackte. Richard Stallmann, prominenter Vertreter der Hacker definiert den breiten Begriff des Hacking als die Spielfreude, Cleverness und Forschungsgeist, die man braucht, um die Grenzen des Machbaren auszutesten. Davon zu unterscheiden ist das „Cracken“, das Eindringen in Computersicherheitssysteme.

Der erste Hack im Leben von uns ist meist eine Rolltreppe in die andere Richtung zu laufen. Haken 😉 ? Hacken gilt also nicht nur für Computer, sondern kann überall im Leben auftreten. Hacker aus der Computerwelt haben die Open Source Bewegung ermöglicht und gefördert. Die „Agile Bewegung“ ist die Erbin dieser Bewegungen. Warum Agil alle Kriterien für einen Culture Hack gerecht wird nach Jim Mc Carthy Link.  Neidisch bin ich ja auf Agile Culture Conference in 2012 in Boston, da wäre ich gerne dabei gewesen.

Inhalte und Ergebnisse unserer Session Culture Hacking Tools auf dem Openup Camp

Unser Ziel war es, mit dieser Session, das Verständnis über Culture Hacking zu vertiefen, den Austausch zu fördern, Interesse zu wecken, Hintergründe zu erfahren und inhaltliche Schwerpunkte. Für uns war es gleichzeitig ein Test, ob Interesse an einer Culture Hacking Gruppe in Nürnberg besteht und auch der Wille dort aktiv teilzunehmen. Es gab 14 Interessenten für die Nürnberger Culture Hacking Group. Deshalb werden wir im März einen Termin ankündigen. Weitere Interessenten können sich an uns wenden an info(at)ecomenta.de oder martin.heider(at)infomar.de.

 

Der Ablauf des World Cafes

Die Ergebnisse der Gruppen

Die Anleitung war: Teile das Blatt in 3 Teile  – verschiedene Kulturen im Raum .-)

Ergebnisse Gruppe 1

Turnus & Orte

Weitere Wünsche bezüglich Turnus und Angebote von Orten sind jederzeit möglich. Wir freuen uns schon auf die erste Culture Hacking Session. Falls jemand eine Idee für eine kleine Aktion hat zu Beginn, gerne an uns.

Link zur Berliner Culture Hacking Gruppe

Danke für Euer zahlreiches Kommen und let’s culture hack together

Christine Neidhardt & Martin Heider