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I’d like to share my experience I made this year at Play4Agile so explicit, that it is maybe helpful for others.

Having meetings and a Temenos before Play4Agile, I already stayed at Rückersbach four days, when Play4Agile finally started. On Friday I was so enthusiastic to meet all these people I dearly care for. We have shared so many important experiences in the last years. Finally I ended up in a deep conversation with one single friend in the bar, fully in a flow and time rushed by.

I planned for Saturday to tryout developing a game, was asked to co-create an Impro Session and my colleagues and my husband Martin Heider did three sessions I had the feeling I couldn’t miss. I rushed from session to session, had no break and no fresh air the whole day. In one session I felt not understood or not respected. The result of the whole thing was I felt isolated, small and sad at the end of the day. I had the impression almost nobody wanted to talk to me. It is really strange that in such situations I always think of others stronger than me. Never had the idea, that some have maybe the same weak feelings. Saturday night my feelings recovered a bit playing the Anti-Monopoly with friends until very late and having visited an evening meditation session with Peter.

I decided on Sunday morning to start totally different – I hacked my thinking! I understood what I had ignored the day before – myself and my needs! I stood up very early at 6.30am to go jogging, after only some hours of sleep. It was exhausting, but I like movement, fresh air, morning and nature, so I enjoyed the lovely landscape around Rückersbach, the valleys and struggled back up to the hill. After having all this lovely food there, I felt relieved – I felt I really exercised my body using up some of those calories of the days before and starting to be more balanced after all this thought work. Than I took time to care my body. I thought of this already days and was happy to have taken some more time. „Two points on my needs schedule“ before I went to breakfast.

It almost started the same way as Saturday, we started with our own session and I also proposed another one with my Focus Challenge game. I had a full calender for the whole day- urgh – how to come out of this planning thing? After our first session we finished our findings for the wholeheartedmanifesto.org and really published it in the web. I really felt, that this time was invested meaningfully and was glad. After lunch I took time to spend with my husband Martin Heider, since we hadn’t had quality time together in the last four days, so I had made an appointment with him in the morning. It was so energizing, walking in the sun, having time to share and communicate with time and solve little miscommunication out. Four points.

Than I realized I wanted to contribute to the story of how Play4Agile has changed my life since weeks before the conference. I set a tight timeframe of 50min and went in the bar. I even managed to take a tea and to chat a bit and it was ready at the end. I have to admit I didn’t read it twice, I just pushed the button publish. I had a lovely second session of my game creation and I had taken the offer of a massage of 20min. At this point I was already very happy about my day – having a list of 7 positive things I really wanted.

I felt part of the Play4agile people, observed the support everybody was ready to give, helped a friend with some light coaching at dinner. All this was a totally different feeling. I didn’t think of the evening. But still I was in a flow. After dinner I participated in the rhetoric game, having lots of fun, Martin joined with a super performance and after that I finally searched for my music friends and found them. We made music with a group of people, two guitars, cajon and voices. Kai and I had to admit that the last session of our play was the last Play4agile, but we had lots of fun, improvised with voice, where we couldn’t play it, our fingers hurted and we felt great! We often came into flow with Thomas at the cajon and it really felt like a jam session. 10 points!

Late I fell asleep –  happy, humbled, releaved, inspired. What a difference a day can make! I hope you can get some ideas out of that. Do your thing, focus and the day will surprise you!  All the best Christine

Jörn Hendrik Ast (Blog http://ffluid.de/blog/) setzte als erster Impulsredner auf dem PMCamp13 in Berlin den Ton im wahrsten Sinne des Wortes. Das was er sagte saß und so startete er:

„Wie ist das denn nun genau mit dem Scheitern. Eigentlich ist es doch wohl oft ein Tabu. Scheitern ist eigentlich nicht erlaubt. Es zeigt eine Schwäche,  ein Versagen und das wird nicht gerne gesehen und zugeben mag man das schon gar nicht. Und doch gehört das Scheitern zum Leben dazu. Als Kinder scheitern wir immer und immer wieder. Beim Sprechen und Laufen lernen zum Beispiel. Bis wir es dann nach und nach doch noch schaffen, diese schwierigen Dinge zu lernen. Kindern gestehen wir das zu, Erwachsene sollen es dann besser wissen und eher keine Fehler mehr machen. Da wird es dann sehr anstrengend. .. Es müsste sich wohl etwas grundlegendes in unserer Gesellschaft ändern, damit wir eine Kultur des “Scheitern Dürfens” entwickeln….“

Sein Impuls inspirierte Olaf Lewitz (Blog: www.trustartist.com) und mich (www.ecomenta.de) dazu, mit der Temenos Methode (www.trusttemenos.de) „Clean Slate“ dem Scheitern auf den Grund zu gehen. Jörn Hendrik Ast erlebte als Zuhörer wie in dieser Session sein Impuls anhand einer persönlichen Geschichte eines Teilnehmers lebendig wurde.

Die Methode, die wir benutzten, heißt Clean Slate, übersetzt „reinen Tisch machen“. Sie ist in besonderem Maße dafür geeignet, eine komplexe Situation in einem System zu analysieren. Mit ihr gewinnet man im Einzel- oder Gruppencoaching einen Überblick, erarbeitet sich Handlungsalternativen und kann erkennen, welche Wahl man treffen kann und welchen nächste Schritt in Richtung des eigenen Ziels man gehen möchte. Wir erkennen, wo unsere Freiheit der Entscheidung liegt und können damit Verantwortung für unser Leben übernehmen, was uns motiviert und unser Selbstbewusstsein stärkt.

„Reich zu sein bedeutet heute, die Wahl zu haben“ (Seth Godin)

Clean Slate eine Temenos Methode

Clean Slate und die freie Wahl der Entscheidung

Clean Slate, hier in Form des Yin/Yang Symbols gemalt fragt zwei Fragen: Inwieweit habe ich die Anforderungen an mich erfüllt und inwieweit hat man meine Anforderungen erfüllt. Aus dieser Analyse ergeben sich neue Erkenntnisse und Impulse, die im Temenos die Grundlage zur weiteren Analyse der eigenen Erfolgs- und Sabotagestrategien führen und zu neuen Entscheidungen. Hier in dieser Demo-Session zum Thema Scheitern konnten wir eine Entwicklung nachvollziehen, die wahrscheinlich einige junge Menschen sich selbst erarbeiten über Jahre, ohne große Unterstützung von Außen.

Ein Azubi fand sich bereit seine Geschichte in unserer Session zu analysieren. Seine aktuelle Ausbildung bekam er nach unglaublichen 300! Bewerbungen. Nach diesem Satz war große Anerkennung im Raum für sein Engagement. Er hatte bereits zwei abgebrochene Ausbildungen hinter sich und hatte große Schwierigkeiten einen weiteren Ausbildungsplatz zu finden, denn einen „gescheiterten“ Auszubildenden wollte keiner haben. Hier unsere Clean Slate Analyse:

Clean Slate

Clean Slate zum Thema Scheitern

Wir haben den Azubi gefragt, wo hast Du die Anforderungen des Systems nicht erfüllt (linke Spalte) und wo hat das System Deine Anforderungen nicht erfüllt (rechte Spalte). Er analysierte, dass seine hohen Ansprüche an sich selbst, seine unentwegte Frage, die kreative Menschen ausmacht, „macht das Sinn“, gepaart mit der großen Ungeduld und falschen Prioritäten dazu geführt hatten, dass er im Ausbildungssystem zweimal scheiterte. Auf der anderen Seite fehlten ihm „echte“ Herausforderungen, Förderung, Verantwortung, die ihm übergeben wird und die ihn wirklich forderten.

Von den Eltern bekam er mit „Wenn es nicht gleich klappt, dann geht es nicht“. Gemeinsam mit hohen Anforderungen an einen selbst, die gerade bei kreativen Menschen sehr häufig vorkommen, kann das dazu führen, dass wir blockiert sind und es erst gar nicht weiter probieren. Dazu dann die Erfahrungen in unserer Gesellschaft, die Scheitern, nicht als etwas Notwendiges auf einem Lernweg zu einem Erfolg betrachtet, sondern als eine Sackgasse. Jörn Hendrik Ast sagte im Wortsinn so schön, „warum interessieren wir uns immer so sehr für den Erfolg? Der Weg dahin, das ist doch das Spannende, darüber sollten wir vielmehr reden!“

Wenn ich also am System scheitere? Die Antwort war im Raum. Nadja Petranovskaja (http://petranovskaja.com/) half mit der Antwort „Ach und was tun wenn das System mich failen lässt und ich nix dagegen tun kann? Scheiß drauf“ und mach Dein Ding“. Gute Ansätze wie der Entrepreneurship Lehrgang für die 11. Klassen an der evangelischen Schule in Berlin lassen hoffen (Link). Erst vor kurzem fand der Azubi aus unserer Session endlich einen Mentor, der ihn förderte und mit dem er sich austauschen kann. Er kommt aus dem  Gamedesign, einem Bereich, der ihn inspiriert und brennend interessiert.

Der Azubi hörte wie ihn die Teilnehmer als ungewöhnlich mutig, kreativ und engagiert bezeichneten. Er sei jetzt resilienter, besser vorbereitet auf das Leben und gewappnet mit seinen Höhen und Tiefen. Jetzt ist er überzeugt seine aktuelle Ausbildung fertig zu machen und verfolgt seine Talente neben der Ausbildung parallel. Nach einer langen Zeit hat er seinen Weg gefunden.

Eine Geschichte wie es wahrscheinlich viele Geschichten in Deutschland zu erzählen gibt. Meine Hypothese ist, dass unser Ausbildungssystem systemkonforme Teilnehmer erzeugt, also Menschen, die gelernt haben, unsere Spielregeln nicht in Frage zu stellen und dafür gute Noten bekommen. Aber brauchen wir nicht auch die kreativen Menschen, die genau das tun und wie kommen die durch unser Ausbildungssystem? Und reicht damit eine Auswahl der Azubis nach Noten und danach wie wir den Anforderungen gerecht geworden sind? Innovative Firmen sollten sich hier neue Wege überlegen und einige innovative Ausbildungsstätten wie die evangelische Schule unter der Leitung von Magret Rasfeld gehen ähnlich ungewöhnliche Wege.

Unser Azubi ging denke ich mit gestärktem Selbstbewusstsein aus unserer Session heraus, viel Ermutigung und Respekt bekam er von den Teilnehmern für seine Geschichte. Alle arbeiteten für ihn gemeinsam und er war einer von allen. Dieses Arbeiten auf Augenhöhe, der Respekt und das gemeinsame Denken von Ideen, Alternativen und Anregungen, das fasziniert mich immer wieder an Temenos (www.trusttemenos.de) und schafft im Handumdrehen ein Team.

Olaf und ich danken allen die dabei waren und wünschen unserem mutigen Session Teilnehmer viel Erfolg auf seinem Weg.

Riskieren wir genug, um zu leben oder funktionieren wir im Alltag häufig nur noch? Bronnie Ware, eine australische Krankenschwester, befragte jahrelang Menschen, die im Sterben lagen, was sie gerne anders gemacht hätten in Ihrem Leben. Die meisten Menschen hätten gerne den Mut gehabt, mehr ihr eigenes Leben zu leben, ohne auf die Erwartungen anderer Rücksicht zu nehmen.

Mit diesem ersten Blogeintrag möchte ich gerne meine Erfahrung der letzten 6 Monate teilen. Eine Zeit, in der ich mehr als üblich riskiert habe, um die eigene Begeisterung und Lebendigkeit zu finden. Haben Sie gerade das Gefühl, dass Sie mehr funktionieren, als ihr Leben selbst zu gestalten?

Meine Freunde würden sicherlich sagen, dass ich ein sehr selbstbestimmtes Leben führe und sehr viele Freiheiten habe. Gleichzeitig bin ich ein Teamplayer und versuche häufig, alle Interessen so zu kombinieren, dass das bestmögliche für Alle dabei herauskommt. Das hat zur Folge, dass ich mich oft nach den Erwartungen anderer orientiere und manchmal vergesse, mutig danach zu suchen, was mich persönlich ausmacht und das zu leben. Kompromisse machen mich glücklich, denn ich konnte anderen Menschen helfen. Es fühlt sich so wie eine Balance an und Harmonie.

Ist aber wirklich alles in Balance? Als ich in mein Inneres schaute, bemerkte ich, nicht erfüllte Wünsche und nicht ausgedrückte Gefühle wie zum Beispiel Wut. Ist das nicht der Preis, den man zahlt für Kompromisse? Ja und Nein. Wenn das eigene Leben zu einem Kompromiss wird, dann läuft man Gefahr, sein eigenes Leben zu verlieren und genau das zu bedauern, was so viele Menschen in Ihrem Leben bedauern, nicht authentisch gelebt zu haben. Und wer kann es ändern oder bemerken? Nur wir selbst!

Die Erkenntnis, dass ich unerwartet viele Erwartungen erfüllte, war zu Beginn sehr schmerzhaft und die ersten Schritte in die neue Richtung ebenfalls. Phasen, in denen es einem nicht gut geht, sind häufig das Tor zu neuen Chancen. So war es zu Beginn dieses Jahres. Ich war krank, mein Firmencomputer war lange in der Reparatur und ich aus mehreren Gründen lahmgelegt, privat und beruflich. Da blieb viel Zeit, sich mit mir zu beschäftigen und meine Wut kam mehr an die Oberfläche. Auf der Play4agile Konferenz 2013 lernte ich die Methode Temenos kennen und erhielt viele weitere, wichtige Impulse, die mir dabei halfen, zu erkennen: Ich brauchte eine Auszeit. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich ein klares Gefühl hatte, eine längere Auszeit ist genau das Richtige.

Meine Wahl fiel auf eine Auszeit in der Wüste in Tunesien, angeboten von Charles Kunow und Martin Abel. Mit dieser Entscheidung, verletzte ich viele Erwartungen aus meinem Umfeld. Ein Umstand, den ich sonst immer versuchte zu vermeiden in meinem Leben. Das war sehr schwer, andere Menschen leiden zu sehen, nur weil ich mein Leben leben will und riskieren möchte. Die Wüste gab mir den Raum zu mir zu kommen, mich zu spüren und einige Erwartungen loszulassen. Erwartungen, die ich auch an mich selbst stellte wie eine erfolgreiche Karriere, eine einflussreiche Position etc. Seit dieser Zeit bemerke ich häufiger, wenn ich versuche, Erwartungen zu erfüllen, die nicht meinen wirklichen Wünschen entsprechen. Ich bemerke die inneren Konflikte und habe die Chance, einen kleinen Schritt in die Richtung zu machen, freier und lebendiger zu leben. Das hat immer damit zu tun, sich ganz einzulassen und sich auch dafür Zeit zu nehmen, statt eine nicht zufriedenstellende Lösung zu akzeptieren. Sei es im Beruf oder Privatem.

Seit dieser Zeit hat sich mein Leben qualitativ zum Positiven verändert. Ich lernte die Temenoslabs kennen in Amerika und fand meine Begeisterung für diese Art der Arbeit, über die ich in meinem nächsten Blog schreiben werde. Gemeinsam mit Olaf Lewitz, habe ich die Möglichkeit, diese Methode in Europa jetzt bekannt zu machen und einen sinnvollen Beitrag zu einem erfüllteren Miteinander in Unternehmen und im Privaten zu leisten. Das erfüllt mich mit großer Freude und wirklicher Begeisterung. Hätte ich nicht den Mut gehabt zu dieser Auszeit, hätte ich diese Chance nicht erkannt und nicht nutzen können. Die Kooperation zu Herrmann International Deutschland hat sich vertieft, neue Berater und Firmen sind zu meinem Netzwerk dazugekommen. Privat gönne ich mir seit diesem Jahr kreative Räume zur Musikimprovisation, die mir sehr gut tun. Räume, in denen es wirklich keine Erwartung gibt. Es muss nichts herauskommen, keine Leistung und kein Ergebnis. Die Konzerte sind „einmalig“. Gerade gestern saß ich mit meiner Freundin danach zusammen und wir fanden es sehr luxuriös, dass diese Konzerte nur für uns sind und nicht wiederholbar.

Das Risiko hat sich schon jetzt gelohnt, genauer wahrzunehmen, was mich wirklich begeistert und wo ich einen sinnvollen Beitrag in diesem Leben momentan leisten kann. Mit viel mehr Menschen habe ich eine authentische Verbindung aufgebaut und fühle mich akzeptiert, anerkannt und geliebt. Ich bin mir sicher, es ist erst der Anfang. Ich würde mich freuen, wenn ich hiermit dazu anrege, ähnliche Wege zu gehen. Der Dalai Lama beschreibt in seinem Buch, es beginnt bei unserem inneren Frieden.  Nach den Erfahrungen in diesem ersten Halbjahr weiß ich mehr, dass es darum geht, sein Leben wirklich zu riskieren um mehr Frieden und innere Erfüllung zu finden. Ein Gefühl, dass einen unabhängiger von äußeren Erfolgen, Anerkennungen und materiellen Gütern werden lässt. Ich freue mich, wenn ich immer mehr Wegbegleiter entdecke, in meinem Privatleben, bei Geschäftspartnern und Kunden, die diesen Weg mit mir teilen.